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Kommentare zur 9. Ausgabe von LAB 40.

Dieses Klassement erfährt ganz klar eine weniger ausgeprägte Volatilität als die beiden vorhergehenden Ausgaben.

DIE HAUPTPUNKTE DER ENTWICKLUNG
Wir begrüßen zuallererst die beinahe unveränderte Reihung der Top 3 dieses Klassements, wobei die Société Générale, welche sich bereits zum zweiten Mal den 1. Platz in dieser Rangordnung sichern konnte, besonders hervorzuheben ist, und auch Cap Gemini Sogeti, die zweimal in Folge den ersten Platz innehielt und nun neuerlich an der Spitze auf dem sehr guten dritten Platz rangiert.
Den spektakulärsten Aufstieg in diesem Klassement kann allerdings die Unternehmensgruppe Accor verzeichnen, die vom 23. auf den 5. Platz vorspringt, wobei dies hauptsächlich auf die hohe Ladegeschwindigkeit ihrer Startseite zurückzuführen ist.

Wie wir bei unserer letzten Klassifizierung bereits zur Sprache gebracht haben, scheint die EDF Gruppe, welche in die CAC 40 Liste aufgenommen wurde, bereits auch in unserem Klassement auf, und das auf dem starken 6. Platz weit vor dem Konzern Gaz de France, der am unteren Ende des Feldes stagniert.



Das baldige Ende des Cloakings und der Beginn der fairen Methoden?
Der Medienrummel rund um die letzten Blacklisting Skandale (Ausschluss sämtlicher Seiten einer Website) bekannter Seiten auf Google hat schließlich Früchte getragen und die Zahl der großen Unternehmen, die mit der Cloaking-Technik arbeiten, geht (endlich) zurück. (Eine Technik, bei der dem Robot der Suchmaschine eine andere Seite präsentiert wird als dem Internetnutzer.)

Zwei weitere Punkte sind zu unterstreichen:
- der immer seltener werdende Einsatz von „reinen Flash* Seiten. Tatsächlich ermöglichen Flash* Seiten die Darstellung von grafisch komplexen Seiten, haben aber den Nachteil, dass sie für Suchmaschinen sehr schwer positionierbar sind.
- und der immer umfangreichere Inhalt der Websites. Manche Gruppen entwickeln, vielleicht unter dem Einfluss der Mode Blogs einzusetzen, eine eher redaktionelle Logik zu ihren Websites und setzen vor allem auf sehr umfangreiche Startseiten. Aber Vorsicht, der Faktor Informationsdichte (welche natürlich bei der Suchmaschinenoptimierung ein großer Vorteil ist) sollte im Verhältnis zur Größe der Seiten nicht zu stark in den Vordergrund treten. BNP Paris musste diese schmerzhafte Erfahrung mit einer neuen Startseite machen, die zwar umfangreich und informativ war aber eine Ladezeit benötigte, die man schlichtweg als enttäuschend bezeichnen kann.



DIE ERREICHBARKEIT
Die Erreichbarkeit, das heißt das Angebot eines an behinderte Personen angepassten Zugriffs auf die Website, wird nun auch für die großen Unternehmen von immer größerem Interesse.

Im Gesetz Nr. 2005-102 vom 11. Februar 2005 über gleiche Rechte und Chancen, Art. 47, wird dezidiert festgehalten, dass „öffentliche Kommunikationsdienste, die von staatlichen Diensten, von Gebietskörperschaften oder entsprechenden öffentlichen Einrichtungen online gestellt werden, für behinderte Personen zugänglich sein müssen“.

Juristisch gesehen sind Großunternehmen also nicht dazu verpflichtet, behinderten Personen spezielle Zugriffsmöglichkeiten auf ihre Dienste anzubieten, aber sie zeigen sich sehr darum bemüht, da sie damit ihr Image als „bürgernahe Unternehmen“ pflegen möchten.

Das ist ein wichtiges Kriterium und wir werden dieses in unsere nächste Klassifizierung miteinbeziehen, wohl wissend, dass Arcelor, BNP Paribas, Crédit Agricole und EDF bereits Initiativen in diese Richtung gestartet haben.

* Webseiten bekannter Marken auf Google, insbesondere BMW Deutschland, Februar 2006

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