In den letzten Tagen hat Facebook den weltweiten Launch seines kostenlosen Tools für Business „Facebook Shops“ bekannt gegeben, und infolge der damit erzeugten Erwartung ist sein Börsenkurs rasend gestiegen. Facebook Shops, das auch auf Instagram verfügbar sein wird, ermöglicht es den Marken, den Shop-Bereich ihren Facebook-Seiten anzupassen und ihren Produktkatalog leichter hochzuladen. Es gibt sogar Spekulationen über die Möglichkeit, in Zukunft direkt über die Plattform verkaufen zu können. Im Folgenden erläutern wir den Umfang dieser neuen Funktionalität. 

Wie funktionieren Instagram & Facebook Shops?

Bereits 2015 betonte Facebook das Potenzial seiner Plattform für Online-Verkäufe, indem es den Shop- und Servicebereich auf Business-Fanseiten freischaltete. Dies ermöglicht es den Einzelhändlern, ihre Produkte auf einem bestimmten Teil ihrer Fanseite zu präsentieren und CTAs hinzuzufügen, die den Nutzer auf die Produkt-URL ihrer E-Commerce-Seite weiterleiten.

Die Einführung von Facebook-Shops führt diesen Trend weiter fort. Mit dem neuen Tool wird für Marken folgendes möglich:

Vereinheitlichung der mit Facebook- und Instagram-Profilen verknüpften Stores

Mit dem „Shop Builder”-Tool können Sie Ihr Erscheinungsbild auf beiden Plattformen kostenlos bearbeiten und personalisieren. In der App wurde der Shop so gestaltet, dass er ein attraktives, mobilfreundliches Shopping-Erlebnis bietet.

Auswahl und Organisation der präsentierten Produkte in Kollektionen

Jede Kollektion kann bis zu 30 Produkte umfassen und es besteht die Möglichkeit, den Namen, die Titelbilder und die Farben zu personalisieren. Darüber hinaus arbeitet Facebook Hand in Hand mit E-Commerce-Plattformen, wie Shopify, BigCommerce, WooCommerce, ChannelAdvisor, CedCommerce, Cafe24, Cloud Store oder Feedonomics, um Lösungen zu entwickeln, die die Prozesse des Hochladens und Synchronisierens der Artikel erleichtern.

Weiterleitung des Traffics an den E-Commerce oder Ermöglichung des Verkaufsabschlusses innerhalb des Shops

Die integrierte Kaufoption, die bei Facebook und Instagram als Checkout bekannt ist, ist derzeit nur für ausgewählte Konten in den Vereinigten Staaten verfügbar, obwohl es scheint, dass Facebook beabsichtigt, den Kaufprozess zunehmend auf seiner Plattform zu zentralisieren, um Online-Verkäufe zu erleichtern, wobei ein Teil des Transaktionsverkehrs, der im externen E-Commerce landet, beibehalten werden soll. Laut Daten von eMarketer kommt in den Vereinigten Staaten 80,4 % des Traffics, der auf E-Commerce weitergeleitet wird, von Facebook. Weit abgeschlagen folgen Instagram und Pinterest.

Ejemplo de una Facebook Shop facilitado por la red social
Aspecto de una Facebook Shop, ejemplo facilitado por la red social

Direkter Kontakt mit Ihren Followern

Die Nutzer können im Bereich der Shops über Instant-Messaging-Applikationen, wie WhatsApp, Messenger oder Instagram Direct, Nachrichten mit der Marke austauschen, um Zweifel direkt klären zu können sowie Informationen über die Verfolgung der Bestellungen zu erhalten.

Weitere Features sind auf dem Weg: Facebooks Pläne für den Sommer

Zusätzlich zur Freischaltung von Shops auf Instagram wird Facebook in den nächsten Monaten an weiteren Funktionen arbeiten, die die direkte Abwicklung von Geschäften über seine Apps ermöglichen. Die wichtigsten Projekte, die sie vorgestellt haben, sind folgende:

1. Shopping-Links für Live-Übertragungen auf Facebook und Instagram

Streaming hat sich als eine sehr effektive Methode etabliert, um mit den Nutzern während der Quarantäne in Verbindung zu bleiben, und alles deutet darauf hin, dass Live-Videos auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Post-Covid-19-Strategie für digitales Marketing spielen werden. Damit Marken die Vorteile von Facebook- oder Instagram-Live-Übertragungen in vollem Umfang nutzen können, entwickelt das soziale Netzwerk eine Funktion, die es Werbetreibenden, Influencern und Marken ermöglicht, vor der Live-Übertragung und im unteren Bereich des Videos Links zum Produkt einzufügen.

2. Optionen für die Integration und Erweiterung von Treueprogrammen

Es werden verschiedene Methoden getestet, um Treueprogramme von Marken auf Facebook zu integrieren. Zu den Optionen gehören die Möglichkeiten, sie von Grund auf in den Facebook-Apps zu erstellen oder die bisher aufgebaute Datenbank mit den im sozialen Netzwerk verfügbaren Informationen zu verknüpfen.

Nach Angaben von Marketing Land hat Facebook seit März dieses Jahres bereits ein Pilotprogramm mit Sephora gestartet, um die praktische Entwicklung dieser Integration zu evaluieren. Zweifelsohne besteht das von Facebook verfolgte Ziel darin, Tools zu entwickeln, die eine maximale Personalisierung der Interaktion der Marken mit ihrer User-Community ermöglichen.

Facebook Shops: der schnelle Weg zur Digitalisierung von Unternehmen

Die Schließung physischer Geschäfte aufgrund der Coronavirus-Krise hat die Verbraucher gezwungen, ihre Einkäufe vollständig online zu tätigen. Dieser Gewohnheitswandel hat zu einem Anstieg des Konsums aller Arten von Inhalten im Internet und der Nutzung sozialer Netzwerke geführt. Facebook und Instagram positionieren sich seit Jahren als eine der meistbesuchten Plattformen, um Inspiration zu suchen und neue Produkte zu entdecken. Laut einer Umfrage aus 2018 nutzten mehr als die Hälfte der US-Nutzer Apps als Teil ihrer Customer Journey.

Die neuen Entwicklungen, an denen Mark Zuckerbergs Unternehmen arbeitet, zielen eindeutig darauf ab, die Rolle von Facebook und Instagram als direkte Online-Vertriebskanäle zu stärken, um so für viele Unternehmen zum Motor der Digitalisierung zu werden.

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