Keine Marke, die auch nach 2020 weiterhin digital präsent sein möchte, kann es sich leisten, sich nicht mit Videomarketing zu befassen. Dies zeigt sich in der Evolution der Konsumgewohnheiten von Online-Inhalten in den letzten Jahren. Laut der Studie „The State of Online Video 2019“ von Limelight Networks sehen sich die Nutzer durchschnittlich sechs Stunden und 48 Minuten pro Woche Online-Videos an, was einer Wachstumsrate von 59 % in nur drei Jahren entspricht. Dabei ist das Smartphone das beliebteste Gerät.

Man könnte sagen, dass das Handy Online-Videos populär gemacht hat, weil sie fast jederzeit und überall angeschaut werden können und so die Nachfrage der Nutzer angeregt wird. Die Marken haben darauf reagiert, indem sie audiovisuelle Inhalte in ihre digitalen Marketingstrategien integriert haben, unter anderem in Kampagnen mit Content Marketing, Social Media und Performance.

Lucía González, Audio, Video & Connected TV Managing Director der Labelium Group

Videomarketing gewinnt an Bedeutung innerhalb der Online-Strategien

Die Daten über den Erfolg des Videomarketings sind eindeutig.  Laut dem Bericht „Video Marketing Statistics 2019“ von Wyzowl nutzen 87 % der Unternehmen Videos als zusätzliches Marketinginstrument, wobei 83 % der Marketingexperten betonen, dass Videos ihnen einen guten ROI bieten.

Analysiert man das Phänomen aus der Sicht der Nutzer, so bestätigt sich die Effektivität der audiovisuellen Inhalte, um Awareness, Engagement und sogar Handlungsimpulsezu fördern:

  • 96 % der von Wyzowl Befragten geben an, dass sie sich auf Video-Tutorials verlassen, um neue Details über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erfahren. Für 68 % ist es sogar der am besten geeignete Kommunikationskanal, um diese Art von Informationen zu konsumieren.
  • 79 % der Teilnehmer geben zu, dass ein Unternehmensvideo sie überzeugt hat, Software zu kaufen oder eine App herunterzuladen.

Die Einsatzmöglichkeiten von Videomarketing in der ToFu-Phase

Wenn wir uns die Daten von Wyzowl etwas genauer anschauen, können wir feststellen, dass Videomarketing nicht nur eine Strategie der Gegenwart, sondern auch der Zukunft ist. Das Interesse, mehr audiovisuelle Inhalte von Marken zu konsumieren, ist sehr groß. Aber welche Art von Videos erwarten die Nutzer?

  • 39 % suchen Antworten auf FAQ.
  • 20 % wünschen sich mehr unterhaltsame und virale Inhalte.
  • 10 % würden gerne mehr Video-Blogs sehen, und 9 % bevorzugen interaktive Videos.
Tutoriales y vídeoblogs, entre los contenidos de vídeo online preferidos por los usuarios

Am oberen Ende des Conversion Funnel (ToFu) spielen Videos eine sehr wichtige Rolle, um Nutzer anzuziehen. Dabei ist zu beachten, dass diese Videos kurz (nicht länger als 60 Sekunden) sein sollten: ab dieser Dauer sinkt die Aufmerksamkeit drastisch ab.

Lucía González, Audio, Video & Connected TV Managing Director der Labelium Group

Die gesammelten Daten von Breadnbeyond zeigen, dass die Rolle des Videomarketings bei der Interaktion mit der Zielgruppe während der Entdeckungsphase durch Social-Media-Publikationen besonders wichtig ist:

  • Auf Facebook ist das Engagement von Posts mit integrierten Videos 13,9 % höher als mit dem Rest.
  • 75 % der Instagrammers klickten nach einem Video auf die Marke oder das Produkt oder suchten nach zusätzlicher Information.
  • Snapchat hostet täglich 10 Milliarden Video-Abrufe von seinen Nutzern.

TikTok ist ein weiteres soziales Netzwerk, das Video in seinem Content-Angebot begünstigt. Es öffnet seine Türen als Werbeplattform für Unternehmen mit interessanten Videomarketing-Möglichkeiten dank seiner Hashtag-Challenges.

Videomarketing auf YouTube und im Google-Werbenetzwerk

Das Videomarketing spielt natürlich eine wichtige Rolle, um das Interesse in der TOFU-Phase auf dem sozialen Video-Netzwerk par excellence zu wecken: YouTube. Auch in Bezug auf die Werbewirksamkeit schlägt diese Plattform das Fernsehen. Eine Ipsos-Studie für Google zeigt, dass Computer-Nutzer während 62 % und Handy-Nutzer sogar während 83 % ihrer Abspielzeit den YouTube-Anzeigen Aufmerksamkeit schenken. Im Fernsehen ist die Aufmerksamkeit auf nur 45 % der Werbedauer beschränkt. 

YouTube bietet die Möglichkeit, überspringbare und nicht-überspringbare In-Stream-Videoanzeigen zu erstellen, für die es verschiedene Optionen gibt. Sie können z. B. vor (Pre-Roll), in der Mitte (Mid-Roll) oder nach (Post-Roll) der Wiedergabe eines nicht-werbenden Video gezeigt werden. Außerdem können die Anzeigenformate linear sein, d. h. die gesamte Videofläche abdecken, oder nicht linear, d. h. in einem äußeren Bereich des Inhaltes oder in einem teilweise überlappenden Modul eingeblendet werden.

Auch innerhalb des Google-Netzwerks fallen Videobanner-Anzeigen auf, die in Display-Werbung eingebettet sind. Dabei handelt es sich um HTML5-Videokreationen, die automatisch ohne Ton abgespielt werden können; sie starten, wenn der Nutzer mit der Maus drüberfährt darüber schwebt oder wenn er darauf klickt.

Andere spezifischere Optionen des Videomarketings als Werbeformat auf YouTube sollten ebenfalls hervorgehoben werden, wie z. B. Bumper Ads. Sie sind sehr kurz, nicht länger als sechs Sekunden und exklusiv für das mobile Umfeld bestimmt sind.

Una chica visualiza un vídeo en su tablet

TrueView for Action zur Förderung von MOFU- und BOFU-KonversionenU

Wenn es nicht mehr darum geht, die Markenbekanntheit zu stärken, sondern Konversionen im mittleren und unteren Teil des Trichters (MoFu und BoFu) zu erreichen, sind TrueView for Action-Kampagnen auf YouTube eines der nützlichsten Video-Werbetools. Diese erlauben es Ihnen, Nachrichten auf einer In-Stream-Videoanzeige zu platzieren, indem Sie Calls to Action, Titeltexte und ein Schlussbild hinzufügen.

TrueView for Action-Kampagnen können mit zwei verschiedenen Zielen konfiguriert werden: Leads generieren oder Besucher auf die Website leiten.

Um festzustellen, ob Videos, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht oder in Werbekampagnen eingefügt werden, für Brand-Awareness funktionieren, ist es sinnvoll, Metriken, wie die Anzahl der Impressionen und Aufrufe oder das Engagement (Anzahl der Likes, Kommentare und Shares) zu messen.

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